Nürnberger Gespräche 2/2017 – Fake News statt Fakten. Echoräume statt Dialog. Dringt die Wissenschaft noch durch?




Beschreibung

„Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil“, klagte schon Albert Einstein. Heute stellt sich das Problem schärfer denn je. Wo unzählige Falschmeldungen im Internet kursieren und begierig aufgegriffen werden, drohen „gefühlte Wahrheiten“ die „harten Fakten“ zu verdrängen – mit potenziell verheerenden Folgen auch für die Politik: Selbst von Regierungschefs werden wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse mitunter schlicht geleugnet, etwa wenn US-Präsident Trump den menschengemachten Klimawandel als Hirngespinst abtut.

Was läuft da falsch? Wie entstehen Fake News überhaupt? Und warum wird ihnen mitunter mehr Glauben geschenkt als der seriösen Berichterstattung klassischer Medien? Warum ziehen sich immer mehr Menschen in hermetisch abgeschlossene Filterblasen zurück, wo nur das durchdringt, was man hören will? Und wie lassen sich diese Menschen wieder erreichen? Wie stark beeinflussen Fake News und „gefühlte Wahrheiten“ den öffentlichen Diskurs und die Politik? Und was ist zu tun, damit wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse im öffentlichen Raum wieder stärker wahrgenommen werden?

Die Veranstaltung wird von der Bundesagentur für Arbeit, unter der Federführung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, und der Stadt Nürnberg ausgerichtet.

Termin

16. Oktober 2017, ab 18.00 Uhr

Ort

Heilig-Geist-Saal der Stadt Nürnberg, Spitalgasse 16, Nürnberg

Parken am Heilig Geist Spital

Die Veranstaltung steht allen Interessenten offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

No Data available

Programm

 

Begrüßung und Einführung

Prof. Joachim Möller, Direktor des IAB

Moderation

Sven Astheimer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Diskutanten

  • Prof. Dr. Christoph Neuberger, Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Prenzel, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Bildungsforschung an der Technischen Universität München und ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrats
  • Frank Stauss, Wahlkampfexperte und Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur BUTTER. GmbH

Nachgehakt

Fragen aus dem Publikum

Schlusswort

Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Imbiss

 

Flyer zur Veranstaltung


Die Referenten

Dr. Ulrich Maly

ist seit 2002 Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.

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Sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität schloss er 1987 ab. Danach folgte mit der Doktorarbeit über „Wirtschaft und Umwelt in der Stadtentwicklungspolitik“ die Promotion zum Dr. rer. pol. Nach Abschluss seines Studiums war er Geschäftsführer der SPD-Stadtratsfraktion und von 1996 bis 2002 Kämmerer der Stadt Nürnberg. Seit 1. Mai 2002 ist er Oberbürgermeister seiner Heimatstadt. Außerdem amtiert er seit 2011 als Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Von 2013 bis 2015 war Dr. Maly Präsident des Deutschen Städtetags, seit 2015 ist er dessen Vizepräsident.


Prof. Dr. Joachim Möller

ist seit Oktober 2007 Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

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Joachim Möller studierte Philosophie und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Tübingen und Konstanz sowie Politikwissenschaften an der Universität Straßburg. 1981 promovierte er zum Doktor der Sozialwissenschaften. 1990 folgte seine Habilitation an der Universität Konstanz. Nach Lehraufträgen an der Hochschule St. Gallen und einem Forschungsaufenthalt an der Universität Bergen (Norwegen) wurde er im Jahr 1991 auf eine Professur und 1996 auf einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg berufen. Von 2005 bis 2007 war er Direktor des Osteuropa-Instituts München. 2008 wurde ihm die Ehrendoktorwürde Dr. rer. pol. h.c. durch die Fakultät Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg verliehen. Seine Forschungsfelder sind Arbeitsmarktökonomie, Regionalökonomie, Empirische Makroökonomie und Angewandte Ökonometrie. | Foto: Jutta-Palm-Nowak, IAB


Prof. Dr. Christoph Neuberger

ist Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Christoph Neuberger studierte Journalistik, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Eichstätt und Tübingen. Ab 1990 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Diplomstudiengang Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt. Dort erfolgten 1995 seine Promotion und 2001 die Habilitation. In den Jahren 2002 bis 2011 war er Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt „Journalistik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 2011 hat Christoph Neuberger an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt „Medienwandel“. Er forscht über die Digitalisierung von Öffentlichkeit und Journalismus. | Foto: privat


Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Prenzel

ist Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Bildungsforschung an der Technischen Universität München und ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrats.

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Manfred Prenzel, geboren 1952, schloss sein Studium der Fächer Pädagogik, Psychologie und Soziologie 1976 ab, wurde 1980 zum Dr. phil. promoviert und 1987 an der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitiert. Er war bis 1993 Oberassistent an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Heinz Mandl und anschließend Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Regensburg. Von 1997 bis 2009 arbeitete er am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) als Direktor der Abteilung Erziehungswissenschaft und Professor für Pädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In den Jahren 2000 bis 2009 war er Geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft (IPN). 2009 wechselte Manfred Prenzel an die Technische Universität München als Gründungsdekan der TUM School of Education. Von 2010 bis 2014 war er zudem Vorstandsvorsitzender des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB e.V.) an der TU München. 2011 wurde Prenzel Mitglied im Wissenschaftsrat und übernahm in den Jahren 2014 bis 2017 dessen Vorsitz. Seit 2009 ist Manfred Prenzel Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Empirische Bildungsforschung an der TU München. | Foto: facesbyfrank


Frank Stauss

ist Wahlkampfexperte und Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur BUTTER.

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Geboren 1965 in Freiburg im Breisgau, Dipl. Politologe, Studium in Heidelberg, Washington und Berlin, Fulbright Stipendiat, Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur BUTTER. Frank Stauss führt seit 25 Jahren Wahlkämpfe im In- und Ausland. Er begann seine Karriere 1992 in der Clinton/Gore Kampagne und arbeitete seither mit seiner Agentur BUTTER. an über 30 Kampagnen, unter anderem für Gerhard Schröder, Olaf Scholz, Hannelore Kraft, Klaus Wowereit, Malu Dreyer und die ÖVP. Er ist Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Höllenritt Wahlkampf - Ein Insider Bericht“ (dtv, aktualisierte Neuauflage 2017) und bloggt auf www.frank-stauss.de. | Foto: BUTTER.GmbH


Dr. Ulrich Maly

ist seit 2002 Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.

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Sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität schloss er 1987 ab. Danach folgte mit der Doktorarbeit über „Wirtschaft und Umwelt in der Stadtentwicklungspolitik“ die Promotion zum Dr. rer. pol. Nach Abschluss seines Studiums war er Geschäftsführer der SPD-Stadtratsfraktion und von 1996 bis 2002 Kämmerer der Stadt Nürnberg. Seit 1. Mai 2002 ist er Oberbürgermeister seiner Heimatstadt. Außerdem amtiert er seit 2011 als Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Von 2013 bis 2015 war Dr. Maly Präsident des Deutschen Städtetags, seit 2015 ist er dessen Vizepräsident.

Prof. Dr. Joachim Möller

ist seit Oktober 2007 Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

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Joachim Möller studierte Philosophie und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Tübingen und Konstanz sowie Politikwissenschaften an der Universität Straßburg. 1981 promovierte er zum Doktor der Sozialwissenschaften. 1990 folgte seine Habilitation an der Universität Konstanz. Nach Lehraufträgen an der Hochschule St. Gallen und einem Forschungsaufenthalt an der Universität Bergen (Norwegen) wurde er im Jahr 1991 auf eine Professur und 1996 auf einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg berufen. Von 2005 bis 2007 war er Direktor des Osteuropa-Instituts München. 2008 wurde ihm die Ehrendoktorwürde Dr. rer. pol. h.c. durch die Fakultät Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg verliehen. Seine Forschungsfelder sind Arbeitsmarktökonomie, Regionalökonomie, Empirische Makroökonomie und Angewandte Ökonometrie. | Foto: Jutta-Palm-Nowak, IAB

Prof. Dr. Christoph Neuberger

ist Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Christoph Neuberger studierte Journalistik, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Eichstätt und Tübingen. Ab 1990 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Diplomstudiengang Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt. Dort erfolgten 1995 seine Promotion und 2001 die Habilitation. In den Jahren 2002 bis 2011 war er Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt „Journalistik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 2011 hat Christoph Neuberger an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt „Medienwandel“. Er forscht über die Digitalisierung von Öffentlichkeit und Journalismus. | Foto: privat

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Prenzel

ist Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Bildungsforschung an der Technischen Universität München und ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrats.

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Manfred Prenzel, geboren 1952, schloss sein Studium der Fächer Pädagogik, Psychologie und Soziologie 1976 ab, wurde 1980 zum Dr. phil. promoviert und 1987 an der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitiert. Er war bis 1993 Oberassistent an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Heinz Mandl und anschließend Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Regensburg. Von 1997 bis 2009 arbeitete er am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) als Direktor der Abteilung Erziehungswissenschaft und Professor für Pädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In den Jahren 2000 bis 2009 war er Geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft (IPN). 2009 wechselte Manfred Prenzel an die Technische Universität München als Gründungsdekan der TUM School of Education. Von 2010 bis 2014 war er zudem Vorstandsvorsitzender des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB e.V.) an der TU München. 2011 wurde Prenzel Mitglied im Wissenschaftsrat und übernahm in den Jahren 2014 bis 2017 dessen Vorsitz. Seit 2009 ist Manfred Prenzel Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Empirische Bildungsforschung an der TU München. | Foto: facesbyfrank

Frank Stauss

ist Wahlkampfexperte und Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur BUTTER.

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Geboren 1965 in Freiburg im Breisgau, Dipl. Politologe, Studium in Heidelberg, Washington und Berlin, Fulbright Stipendiat, Geschäftsführender Gesellschafter der Kommunikationsagentur BUTTER. Frank Stauss führt seit 25 Jahren Wahlkämpfe im In- und Ausland. Er begann seine Karriere 1992 in der Clinton/Gore Kampagne und arbeitete seither mit seiner Agentur BUTTER. an über 30 Kampagnen, unter anderem für Gerhard Schröder, Olaf Scholz, Hannelore Kraft, Klaus Wowereit, Malu Dreyer und die ÖVP. Er ist Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Höllenritt Wahlkampf - Ein Insider Bericht“ (dtv, aktualisierte Neuauflage 2017) und bloggt auf www.frank-stauss.de. | Foto: BUTTER.GmbH


Ansprechpartner

Dr. Martin Schludi, martin.schludi@iab.de