Nürnberger Gespräche 1/2017 – Drohen uns in Europa amerikanische Verhältnisse?




Beschreibung

Nürnberger Gespräche 1/2017

Brexit, der wachsende Rechtspopulismus in Europa und die Wahl von Donald Trump zeigen: Die Globalisierung produziert keineswegs nur Gewinner, das Heer der Unzufriedenen wächst. Allzu oft wird dabei Europa – vulgo: Brüssel – zum Sündenbock erklärt. Welche Lehren sollten wir daraus ziehen? Wie können wir diejenigen zurückgewinnen, die sich abgehängt fühlen oder zumindest Angst vor dem sozialen Abstieg haben? Ist die Schere zwischen arm und reich zu groß geworden? Brauchen wir wieder mehr Umverteilung? Sollten wir uns abschotten vor der Konkurrenz aus Niedriglohnländern, wie Trump das für die USA vorexerziert? Oder zeigt das deutsche Beispiel im Gegenteil, dass die soziale Kluft heute noch deutlich größer wäre, wenn Deutschland seinen Arbeitsmarkt nicht reformiert hätte oder gar den Weg des Protektionismus beschritten hätte? Last but not least: Wie muss sich die EU weiterentwickeln, um der wachsenden sozialen Spaltung in Europa entgegenzuwirken?

Termin

25. April 2017, 18.00 Uhr

Ort

Historischer Rathaussaal der Stadt Nürnberg, Rathausplatz 2

 

Die Veranstaltung steht allen Interessenten offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Die Veranstaltung findet im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg statt.

No Data available

Programm

Begrüßung und Einführung

Prof. Joachim Möller, Direktor des IAB

Moderation

Uwe Ritzer, Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung und Buchautor („Lobbykratie“)

Diskutanten

  • Prof. Michael C. Burda, Ph.D., Professor für Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin, gebürtiger US-Amerikaner und Experte in Arbeitsmarktökonomie und Makroökonomie
  • Dr. habil. Oliver Nachtwey, Privatdozent an der Technischen Universität Darmstadt und Autor des Buchs „Die Abstiegsgesellschaft“
  • Prof. Dr. Roland Sturm, Ordinarius für Politische Wissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und Autor zahlreicher Publikationen zum Brexit

Nachgehakt – Fragen aus dem Publikum

 

Schlusswort

Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Imbiss

 

Flyer zur Veranstaltung


Die Referenten

Prof. Michael C. Burda, Ph.D.

ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin, gebürtiger US-Amerikaner und Experte in Arbeitsmarktökonomie und Makroökonomie.

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Michael C. Burda hat 1981 seinen Bachelor-Abschluss in Volkswirtschaftslehre am Harvard College (USA) und 1987 seinen Ph.D. an der Harvard Universität (USA) abgeschlossen. Er lehrte unter anderem an der internationalen Business School INSEAD in Fontainebleau (Frankreich), an der Berkeley Universität (USA) und an der European School of Management and Technology in Berlin. Seit 1993 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin. Michael C. Burda ist seit 2008 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des IAB. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Arbeitsmarkttheorie, Europäische Integration und Makroökonomie. Michael C. Burda hat die Ergebnisse seiner Forschung unter anderem in verschiedenen renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht, beispielsweise in American Economic Review, im European Economic Review, in Brooking Papers on Economic Activity und im Economic Journal.

 


Dr. Ulrich Maly

Dr. Ulrich Maly ist seit 2002 Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.

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Prof. Dr. Joachim Möller

ist seit Oktober 2007 Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

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Joachim Möller studierte Philosophie und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Tübingen und Konstanz sowie Politikwissenschaften an der Universität Straßburg. 1981 promovierte er zum Doktor der Sozialwissenschaften. 1990 folgte seine Habilitation an der Universität Konstanz. Nach Lehraufträgen an der Hochschule St. Gallen und einem Forschungsaufenthalt an der Universität Bergen (Norwegen) wurde er im Jahr 1991 auf eine Professur und 1996 auf einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg berufen. Von 2005 bis 2007 war er Direktor des Osteuropa-Instituts München. 2008 wurde ihm die Ehrendoktorwürde Dr. rer. pol. h.c. durch die Fakultät Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg verliehen. Seine Forschungsfelder sind Arbeitsmarktökonomie, Regionalökonomie, Empirische Makroökonomie und Angewandte Ökonometrie.


Dr. habil. Oliver Nachtwey

ist Privatdozent an der Technischen Universität Darmstadt und Autor des Buchs „Die Abstiegsgesellschaft“.

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Oliver Nachtwey absolvierte von 1996 bis 2003 ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. 2008 folgte seine Dissertation an der Georg-August-Universität Göttingen. Anschließend war Nachtwey als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, am Fachbereich Wirtschaftssoziologie an der Universität Trier und schließlich an der Technischen Universität Darmstadt tätig. Zudem ist er seit 2012 Fellow am Frankfurter Institut für Sozialforschung. Nach Vertretungsprofessuren unter anderem in Frankfurt und Darmstadt wird er ab August Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Arbeits- und Industriesoziologie Organisationssoziologie, Politische Soziologie, Vergleichende Kapitalismusforschung und Soziale Bewegungen.

 


Uwe Ritzer

Uwe Ritzer ist seit 2005 Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung.

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Nach seinem Volontariat bei den Nürnberger Nachrichten arbeitete er für das Weißenburger Tagblatt. Seit 1998 ist er für die Süddeutsche Zeitung tätig, zunächst hauptsächlich für deren Bayern-Redaktion und seit 2005 als Korrespondent der Wirtschaftsredaktion. Von Nürnberg aus ist er nicht nur für die nordbayerische Wirtschaft und die Bundesagentur für Arbeit, sondern auch für die Sportartikelindustrie und investigative Sonderthemen weit über die Region hinaus zuständig. Unter anderem wurde er zwei Mal mit Wächterpreis der deutschen Tagespresse und mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis ausgezeichnet. Mit seinem Kollegen Markus Balser veröffentlichte er zuletzt das Buch „Lobbykratie“.


Prof. Dr. Roland Sturm

Prof. Dr. Roland Sturm ist Ordinarius für Politische Wissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und Autor zahlreicher Publikationen zur britischen Politik und zum Brexit.

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Er studierte Politikwissenschaft, Anglistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin, der Sheffield University, der Stanford University und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1981 wurde er in Heidelberg zum Dr. phil. promoviert. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft und habilitierte sich 1987 an der Philosophisch-historischen Fakultät. Von 1991 bis 1996 war er Professor für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen. 1996 wurde er ordentlicher Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Von 1997 bis 2011 war er mit Unterbrechung geschäftsführender Vorstand des Instituts für Politische Wissenschaft und von 2004 bis 2011 des Zentralinstituts für Regionenforschung. Darüber hinaus leitete er die Promotionskollegs „EU-Osterweiterung und ihre Folgen für die Europäische Union, die Mitgliedsländer und die Beitrittsstaaten“ und „Politik- und Parteienentwicklung in Europa“ mit. 2013 übernahm er mit dem Politikwissenschaftler Eckhard Jesse das Promotionskolleg „Demokratie in Europa“. Gastprofessuren führten ihn nach Seattle (USA), Peking und Barcelona. | Foto: Harald Zippel/FAU


Prof. Michael C. Burda, Ph.D.

ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin, gebürtiger US-Amerikaner und Experte in Arbeitsmarktökonomie und Makroökonomie.

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Michael C. Burda hat 1981 seinen Bachelor-Abschluss in Volkswirtschaftslehre am Harvard College (USA) und 1987 seinen Ph.D. an der Harvard Universität (USA) abgeschlossen. Er lehrte unter anderem an der internationalen Business School INSEAD in Fontainebleau (Frankreich), an der Berkeley Universität (USA) und an der European School of Management and Technology in Berlin. Seit 1993 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin. Michael C. Burda ist seit 2008 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des IAB. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Arbeitsmarkttheorie, Europäische Integration und Makroökonomie. Michael C. Burda hat die Ergebnisse seiner Forschung unter anderem in verschiedenen renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht, beispielsweise in American Economic Review, im European Economic Review, in Brooking Papers on Economic Activity und im Economic Journal.

 

Dr. Ulrich Maly

Dr. Ulrich Maly ist seit 2002 Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.

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Prof. Dr. Joachim Möller

ist seit Oktober 2007 Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

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Joachim Möller studierte Philosophie und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Tübingen und Konstanz sowie Politikwissenschaften an der Universität Straßburg. 1981 promovierte er zum Doktor der Sozialwissenschaften. 1990 folgte seine Habilitation an der Universität Konstanz. Nach Lehraufträgen an der Hochschule St. Gallen und einem Forschungsaufenthalt an der Universität Bergen (Norwegen) wurde er im Jahr 1991 auf eine Professur und 1996 auf einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg berufen. Von 2005 bis 2007 war er Direktor des Osteuropa-Instituts München. 2008 wurde ihm die Ehrendoktorwürde Dr. rer. pol. h.c. durch die Fakultät Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg verliehen. Seine Forschungsfelder sind Arbeitsmarktökonomie, Regionalökonomie, Empirische Makroökonomie und Angewandte Ökonometrie.

Dr. habil. Oliver Nachtwey

ist Privatdozent an der Technischen Universität Darmstadt und Autor des Buchs „Die Abstiegsgesellschaft“.

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Oliver Nachtwey absolvierte von 1996 bis 2003 ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. 2008 folgte seine Dissertation an der Georg-August-Universität Göttingen. Anschließend war Nachtwey als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, am Fachbereich Wirtschaftssoziologie an der Universität Trier und schließlich an der Technischen Universität Darmstadt tätig. Zudem ist er seit 2012 Fellow am Frankfurter Institut für Sozialforschung. Nach Vertretungsprofessuren unter anderem in Frankfurt und Darmstadt wird er ab August Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Arbeits- und Industriesoziologie Organisationssoziologie, Politische Soziologie, Vergleichende Kapitalismusforschung und Soziale Bewegungen.

 

Uwe Ritzer

Uwe Ritzer ist seit 2005 Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung.

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Nach seinem Volontariat bei den Nürnberger Nachrichten arbeitete er für das Weißenburger Tagblatt. Seit 1998 ist er für die Süddeutsche Zeitung tätig, zunächst hauptsächlich für deren Bayern-Redaktion und seit 2005 als Korrespondent der Wirtschaftsredaktion. Von Nürnberg aus ist er nicht nur für die nordbayerische Wirtschaft und die Bundesagentur für Arbeit, sondern auch für die Sportartikelindustrie und investigative Sonderthemen weit über die Region hinaus zuständig. Unter anderem wurde er zwei Mal mit Wächterpreis der deutschen Tagespresse und mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis ausgezeichnet. Mit seinem Kollegen Markus Balser veröffentlichte er zuletzt das Buch „Lobbykratie“.

Prof. Dr. Roland Sturm

Prof. Dr. Roland Sturm ist Ordinarius für Politische Wissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und Autor zahlreicher Publikationen zur britischen Politik und zum Brexit.

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Er studierte Politikwissenschaft, Anglistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin, der Sheffield University, der Stanford University und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1981 wurde er in Heidelberg zum Dr. phil. promoviert. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft und habilitierte sich 1987 an der Philosophisch-historischen Fakultät. Von 1991 bis 1996 war er Professor für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen. 1996 wurde er ordentlicher Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Von 1997 bis 2011 war er mit Unterbrechung geschäftsführender Vorstand des Instituts für Politische Wissenschaft und von 2004 bis 2011 des Zentralinstituts für Regionenforschung. Darüber hinaus leitete er die Promotionskollegs „EU-Osterweiterung und ihre Folgen für die Europäische Union, die Mitgliedsländer und die Beitrittsstaaten“ und „Politik- und Parteienentwicklung in Europa“ mit. 2013 übernahm er mit dem Politikwissenschaftler Eckhard Jesse das Promotionskolleg „Demokratie in Europa“. Gastprofessuren führten ihn nach Seattle (USA), Peking und Barcelona. | Foto: Harald Zippel/FAU


Ansprechpartner: martin.schludi@iab.de