21. April 2017 |

Forschung, Daten und Beratung: der Dreiklang des IAB

Die Arbeit des IAB ist durch einen Dreiklang aus Forschung, Daten und Beratung geprägt. Die drei Aufgabenbereiche bedingen sich dabei gegenseitig: Aus Daten werden Forschungsergebnisse und diese sind wiederum die Grundlage für hochwertige wissenschaftsbasierte Politikberatung. Ein Animationsfilm, den das Institut zu seinem 50-jährigen Jubiläum produzieren ließ, zeigt, wie der Dreiklang des IAB zusammenspielt.

Nehmen uns Roboter künftig die Arbeit weg? Wie bringen wir die Flüchtlinge in Arbeit? Was können wir gegen Langzeitarbeitslosigkeit tun? Kostet der Mindestlohn uns Arbeitsplätze? Gehen uns die Fachkräfte aus? Das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt wirft viele Fragen wie diese auf, mit denen sich Arbeitsverwaltung, Politik, Verbände, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien intensiv beschäftigen. Auch die Forscherinnen und Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellen sich diese und andere Fragen. Nicht nur, weil sie neugierig sind, sondern auch, weil sie Politik und Praxis auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse gut beraten wollen. Dazu hat das IAB sogar einen gesetzlichen Auftrag.

Das alles geht nur mit Daten – mit vielen präzisen und qualitätsgesicherten Daten über den Arbeitsmarkt und die handelnden Personen. Die Produktion von Forschungsdaten und deren Bereitstellung, auch für die wissenschaftliche Gemeinschaft, ist daher neben der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und der wissenschaftsbasierten Politikberatung eine der drei Kernaufgaben des IAB.

Ökonomen, Soziologen und Forscherinnen und Forscher weiterer sozialwissenschaftlicher und methodisch ausgerichteter Disziplinen im IAB arbeiten in den zahlreichen Forschungsprojekten daran, aus diesen Forschungsdaten verwertbare Informationen zu gewinnen und schaffen durch exzellente, national wie international vernetzte Forschung die Basis für eine empirisch informierte Arbeitsmarktpolitik. Damit trägt das IAB zu einem besseren Verständnis der Funktionsweise des Arbeitsmarkts, der Erwerbschancen und der Lebensbedingungen in einer sich dynamisch verändernden Welt bei.

Diese Welt wird zwar nicht alleine davon besser, dass wir mehr über sie wissen. Aber ohne Wissen können wir sie nicht verbessern. Je heißer die Debatten, umso wichtiger sind kühle Köpfe und Argumente, die sich auf nüchterne Fakten stützen statt auf Spekulationen. Auf dieser Basis lassen sich fundierte Entscheidungen treffen und das Arbeitsmarktgeschehen gestalten.